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Stand: 13.Dezember 2008 -
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Was ist Esoterik?
Einige spontane Antworten am 9. Februar 2006 zum Abschluß des Autonomen Seminars "Was ist Esoterik" der Religionswissenschaft der Philosophischen Fakultät der Universität Hannover – WS 2005 / 2006
Esoterik ist die sehnsüchtige Suche nach Harmonie und Ordnung in einer chaotischen Welt.
Esoterik ist ein Sammelbegriff für verschiedene Praktiken und Anschauungen, die sich bestimmte Denkmuster und Grundsätze teilen.
Esoterik ist der Versuch der Welt-/Lebens- und (Religions-) „Verbesserung“/“Reformation“ auch als Kritik.
Modernes esoterisches Denken ist eine spezifische, ideologische Form des Umgangs von Menschen mit gesellschaftlichen Entfremdungserfahrungen, in dem die eigene Ohnmacht und das eigene und gesellschaftliche Leiden positiv umgedeutet werden und so diesen „sinnlosen“ Erfahrungen in einer irrational gewordenen Welt, die den eigenen Versprechen nicht genügen kann, ein Sinn gegeben wird.
Lehren, Wissens- und Glaubensinhalte, die verborgen oder geheim sind.
Weit gefasster Oberbegriff für Denkweisen mit spirituellem Charakter, denen ein holistisches Menschen- und Weltbild gemeinsam ist.
Esoterik ist ein religiöses Phänomen der Gegenwart in verschiedenen Sozialgestalten. Sie hat Verwandtschaftsverhältnisse zu bzw. Inhalte aus z. B. Mystik, Hermetik und östlichen Ganzheitslehren und besitzt tendenziell in den meisten Erscheinungsformen synkretistische Merkmale. Das gesellschaftliche Phänomen ist vor allem im westlichen Kulturkreis zu beobachten.
Esoterik ist zunächst einmal ein „Wort“, und zwar ein „Deutsches“. Schon „l’esoterisme“ im Französischen mag Anderes bedeuten. Und dieses Wort, dieser Begriff, hat in der Menschheitsgeschichte Wandlungen erfahren. Heute, im 21. Jahrhundert, hat dieses Wort mit Menschen zu tun. Esoterische Menschen sind im Sinne von Paul Tillich „ergriffen vom dem, was sie angeht“. Die sog. esoterische Szene hat viele Gruppen und Bewegungen, Einzelne, aber immer im gewissen Sinne auf dem spirituellen Weg unterwegs Seiende. Würde man flächendeckend nachfragen können, ergäbe sich eine Matrix, ein Netzwerk des spirituell Verbundenseins. Dazu gehören im Zweifel, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Mystik, Theosophie, Tarot, Anthroposophie, Rosenkreuz, Astrologie, Feng-Shui, Kabbalah, Geistheilen, Homöopathie, Reiki, Pendeln, Edelsteinmagie, Magie, Seancen...
Esoterik ist ein Phänomen, das in einem Seminar nicht ausreichend behandelt werden kann.
Esoterik ist ein nicht völlig zu definierender Begriff. Für mich ist er beinahe vertauschbar mit den Begriffen „Religion“ und „Mystik“. Die Inhalte sind häufig identisch und / oder überlappend.
Das Wort Esoterik kommt von gr.: Esoteros, zu dtsch.: Der Innere. So hat die Esoterik häufig mit dem seelisch-geistigen Innenleben des Menschen zu tun. Vielleicht: Kern der Religion, Anleitung zur mystischen Erfahrung. Ich schätze aber, eine echte Definition kann es nicht geben, ohne dass man sich ständig darum streiten würde. Für den einen ist es das, für den anderen wiederum jenes und ein dritter sieht es nochmals völlig anders.
BEDINGUNGSLOSE LIEBE
LIEBE OHNE BEDINGUNGEN
Ich liebe dich wie du bist, während du auf der Suche bist nach deiner eigenen besonderen Art,
mit der Welt um dich herum in Beziehung zu treten.
Ich ehre deine Entscheidungen, auf welche Weise du deine Lektion lernen möchtest.
Ich weiß, dass es wichtig ist, dass du genau der Mensch bist, der du sein möchtest,
und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich nicht weiß, was für dich das Beste ist, obwohl ich manchmal meine, es zu wissen.
Ich war nicht dort, wo du warst, und ich habe das Leben nicht aus deinem Blickwinkel gesehen.
Ich weiß nicht, welche Lernaufgaben du dir ausgesucht hast, noch wie oder mit wem du sie lösen möchtest,
noch welche Zeitspanne du dir da vorgenommen hast.
Ich habe nicht aus deinen Augen geblickt, wie könnte ich also wissen, was du benötigst.
Ich lasse dich durch die Welt gehen, ohne deine Handlungen in Gedanken oder Worten zu beurteilen.
Die Dinge, die du sagst oder tust, betrachte ich nicht als Irrtum oder Fehler.
Von meinem Punkt aus sehe ich, dass es vielerlei Möglichkeiten gibt,
die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu erfahren,
ich akzeptiere rückhaltlos jede deiner Entscheidungen in jedem beliebigen Augenblick.
Ich fälle keinerlei Urteil, denn wenn ich dir dein Recht auf deine Entwicklung abspräche,
so würde ich damit dasselbe auch mir und allen Anderen absprechen.
Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich, auf den ich vielleicht nicht meine Kraft und Energie lenken würde, werde ich doch niemals die Liebe verweigern, die Gott in mich gesenkt hat,
damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke. Wie ich dich liebe, so werde auch ich geliebt.
Was ich säe, das werde ich ernten.
Ich gestehe dir das universale Recht auf freie Entscheidungen zu, deinen eigenen Pfad zu wandeln
und voranzuschreiten oder eine Weile auszuruhen, je nachdem was für dich gerade das Richtige ist.
Ich werde mir kein Urteil erlauben, ob diese Schritte groß oder klein sind, leicht oder schwer,
aufwärts oder abwärts führen, denn das wäre nur meine eigene Sichtweise.
Es könnte sein, dass ich dich tatenlos sehe und dies für wertlos halte, und doch könnte
es sein, dass du großen Balsam in die Welt bringst wie du so dastehst,
gesegnet vom Lichte Gottes. Nicht immer kann ich das größere Bild der göttlichen Ordnung sehen.
Denn es ist das unveräußerbare Recht aller Lebensströme, ihre eigene Entwicklung selbst zu wählen,
und ich anerkenne voll Liebe dein Recht, deine Zukunft selbst zu bestimmen.
In Demut beuge ich mich der Erkenntnis, dass das, was ich für mich als das Beste empfinde,
nicht bedeutet, dass es auch für dich das Richtige sein muss.
Ich weiß, dass du genauso geleitet wirst wie ich und dem inneren Drang folgst,
der dich deinen Pfad erkennen lässt.
Ich weiß, dass die vielen Rassen, Religionen, Sitten, Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt
uns großen Reichtum bescheren und uns aus solcher Vielheit großen Nutzen und viele lehren ziehen lassen.
Ich weiß, dass wir jeder auf einmalige Weise lernen, wie wir Liebe und Weisheit
zu dem großen Ganzen zurückbringen können. Ich weiß,
dass wenn etwas nur auf eine Art getan werden könnte, es hierzu nur eines Menschen bedürfte.
Ich will dich nicht nur dann lieben, wenn du dich so verhältst, wie es meiner Vorstellung entspricht
Und wenn du an die gleichen Dinge glaubst wie ich. Ich begreife, dass du in Wahrheit mein Bruder, meine Schwester bist, auch wenn du an einem anderen Ort geboren wurdest und an einen anderen Gott glaubst als ich.
Die Liebe, die ich fühle, gilt der ganzen Welt Gottes.
Ich weiß, dass jedes lebende Ding ein Teil Gottes ist, und tief drinnen hege ich Liebe für jeden Menschen,
jedes Tier, jeden Baum und jede Blume, jeden Vogel, jeden Fluss und jeden Ozean und für alle Geschöpfe in aller Welt.
Ich verbringe mein Leben in liebendem Dienst und bin dabei das beste Ich, das ich sein kann, und ich verstehe die Vollkommenheit göttlicher Wahrheit immer ein bisschen mehr
und werde immer glücklicher in der Heiterkeit
BEDINGUNGSLOSER LIEBE.
Sandy Stevenson
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